CANILOGIC


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Elisabeth Knobloch

Manchesmal sind es die scheinbar kleinen Dinge, die unser Leben so allesentscheidend verändern.
Eigentlich wollten wir "nur" einen Hund, aber spätestens nach seinem Einzug liefen unsere Uhren nicht mehr wie zuvor.
Nach zwei langen Jahren des Suchens und Informierens konnten wir ihn endlich abholen.
Ein kleiner schwarzer Briard, mit riesigen Ohren, einem Schweinchen nicht unähnlich und dem klangvollen Namen "Etienne du Chalet du Gardien".
Tja, was soll man sagen, da war es um uns geschehen.
Wir wussten nichts, mussten alles lernen und er verzieh uns all unsere Fehler.
Er war ein Geschenk des Himmels und es fiel so leicht ihn zu lieben.

Ehe ich mich versah, saß ich im Vorstand eines Rassehundzuchtverbandes. Nun musste ich lernen, sehr viel lernen, denn wie sollte ich Kritik üben können ohne fundiert argumentieren und gegenargumentieren zu können.
Ich hatte großes Glück, eine der ältesten und erfahrensten Briardzüchterinnen nahm mich nicht nur an die Hand, sondern warf mich förmlich in die Szene.
Fortan verging kein Tag mehr ohne zu lernen, recherchieren, Seminare buchen, usw.
Aus Liebe und Leidenschaft wurde Passion.
Plötzlich war er wieder da, der rote Faden in meinem Leben, der mich immer so stark zu Tieren zog, dass ich sie oft den Menschen vorzog.

1993 kam mit Richesse unser zweiter Briard ins Haus.
Sie war völlig anders als Etienne, ihr fehlte seine Sicherheit und Geduld.
Es war eine echte Aufgabe aus ihr den Hund zu machen, der sie nachher war.

Unter dem Namen "du conquerant de mon coeur" fiel 1996 unser erster Wurf mit Etienne u. Richesse als Eltern.
Es wurden 12 Welpen geboren, die in Richesse die beste Hundemutter der Welt hatten. Sie hatte ihre Aufgabe gefunden. Nie war sie souveräner, nie schöner, nie glücklicher.

Auch als 1999 unser zweiter Wurf fiel, mit "nur" 11 Welpen, war unsere Hundetochter wieder unschlagbar.
Aus diesem Wurf behielten wir Peluche, zur größten Freude ihrer Mutter.
Die beiden waren ein Dreamteam, unser Hundesohn genoss eher seine Ruhe und betrachtete aus Distanz.
Leider verließen uns Etienne und Richesse viel zu früh.
Mit ihrem Tod umzugehen mussten wir erst schmerzlich lernen.
Die Leere die sie hinterließen wird nie zu füllen sein.

2004 hielten uns zum letzten Mal 12 Welpen auf Trab.
Peluche fand ihre Mutterrolle nicht wirklich toll, ist aber glücklich dass wir Velue behalten haben.
Sie ist ein echter Wildfang und kommt so gar nicht nach ihrer Mutter.

Die beiden Mädels verstehen sich prächtig und genießen ihr gemeinsames Leben.
Sie fordern und fördern mich jeden Tag, sind die Bereicherung eines jeden Tages.

Wenn Sie sich nun fragen, weswegen ich nichts über meine humanmedizinischen Ausbildungen, der 10 jährigen Vorbereitung zum Studium zum THP, den unzähligen Fortbildungen, Tagungen, Symposien und Praktika zu all den elementaren Dingen um den Hund und über das Studium zum THP schreibe,
nun, fragen sie mich - ich erzähle Ihnen all diese Dinge gerne.

Aber ausgemacht haben und werden sie mich nicht machen.
Geprägt, geführt und inspiriert haben mich einzig meine Hunde, in all ihren vielschichtigen Charakteren.
Mich lernen lassen und die Fähigkeit sich ständig um- und individuell neu einzustellen lehren mich meine vierbeinigen Patienten, mit ihren ganz persönlichen Befindlichkeiten und Problemen.

Ich kann von mir behaupten, die schönsten Berufe der Welt zu haben.
In beiden Bereichen, dem heilenden u. dem erziehenden, kann ich helfen und zueinander führen.

Glück ist für mich in die Augen von Tieren zu schauen.
Glückseligkeit in die Augen meiner Hunde zu sehen.

Egal wohin mein Weg noch führen wird, meine Hunde sind immer bei mir, begleiten mich im Herzen oder traben neben mir.


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